Der April in Rom hat ein ganz besonderes Licht. Sobald man den Bahnhof oder den Flughafen verlässt, spürt man diese warme Luft, die einem sofort signalisiert: Ich bin da. Die Herausforderung beginnt genau in dem Moment, in dem man den Boden berührt. Die Ankunft erfordert eine gewisse Portion Pragmatismus, denn logistisch empfängt einen die Stadt nicht gerade mit offenen Armen. Zu wissen, wie man von den Terminals oder Gleisen bis zur Haustür der Unterkunft im Zentrum kommt, entscheidet darüber, ob der Urlaub entspannt beginnt oder man schon genervt startet. Keine Panik, man muss nur wissen, wie man sich bewegt und was einen an den verschiedenen Zugangspunkten der Hauptstadt erwartet.
Flüge nach Rom: Fiumicino, Ciampino und kleine Flughäfen
Die Wahl des Flughafens hängt stark davon ab, woher man kommt und mit welcher Fluggesellschaft man fliegt. Fiumicino ist das Hauptdrehkreuz, eine riesige Anlage, die in den letzten Jahren ihre Dienste deutlich verbessert hat. Wer hier landet, sollte sich darauf einstellen, zwischen den Gates und der Gepäckausgabe ein gutes Stück zu laufen. Draußen angekommen, gibt es zwei Bahnoptionen. Der Leonardo Express kostet 14 Euro, braucht etwas mehr als eine halbe Stunde und bringt einen direkt zum Bahnhof Termini. Er ist bequem und fährt ohne Zwischenstopps. Wenn die Unterkunft jedoch in Trastevere, Testaccio oder Ostiense liegt, sollte man ihn ignorieren und den Regionalzug FL1 nehmen. Er kostet 8 Euro und hält direkt an diesen Bahnhöfen, was einem den unnötigen Umweg über das Zentrum erspart.
Ciampino ist das Reich der europäischen Billigflieger. Es ist ein kleiner, überschaubarer Flughafen, der viel näher an der Stadt liegt als Fiumicino. Die logischste und bewährteste Lösung sind hier die Shuttlebusse, die direkt vor dem Ankunftsbereich parken und einen zum Bahnhof Termini bringen. Die Fahrt dauert etwa 45 Minuten, sofern der Verkehr auf der Via Appia mitspielt.
Es gibt noch einen dritten Flughafen für Logistik-Perfektionisten oder Reisende mit deutlich anderem Budget. Wer mit Privatjets oder Touristenhubschraubern anreist, landet an der Via Salaria, wie in den allgemeinen Dokumenten zur Stadt nachzulesen ist. Der Flughafen Aeroporto dell'Urbe liegt nur sechs Kilometer vom historischen Zentrum entfernt, aber sofern man kein kleines Privatflugzeug gemietet hat, wird man dort kaum landen.
Termini überleben und Tickets verstehen
Wer mit dem Hochgeschwindigkeitszug anreist, landet fast immer am Bahnhof Roma Termini. Der Bahnhof ist ein chaotischer, ständig überfüllter Mikrokosmos. Sobald man aus dem Zug steigt, steht man vor einer Menschenmenge, Bekleidungsgeschäften, Bars und Leuchttafeln. Man sollte direkt auf den Haupteingang zur Piazza dei Cinquecento zusteuern, wenn man einen Bus benötigt oder in die U-Bahn hinabsteigen muss.
Für öffentliche Verkehrsmittel braucht man einen gültigen Fahrschein. Die roten Atac-Automaten stehen überall in den Unterführungen, aber oft gibt es Schlangen und manchmal akzeptieren sie abgenutzte Geldscheine nicht. Man kann direkt an den U-Bahn-Schranken mit Kreditkarte oder Bankkarte bezahlen. Wer Papier bevorzugt, findet eine Übersicht der verfügbaren Ticketarten und kann zwischen dem Einzelticket für 100 Minuten oder Wochenkarten wählen, die man stressfrei in den Tabakläden in der Einkaufsgalerie des Bahnhofs kaufen kann. Ehrlich gesagt erspart einem das Tap-and-Go mit der Bankkarte viel Zeit, besonders wenn man mit Koffern unterwegs ist.
Die Alternative Tiburtina für Busreisende
Wer mit einem Fernbus wie Flixbus oder Itabus ankommt, landet am Busbahnhof Roma Tiburtina. Der Busbereich befindet sich auf dem östlichen Vorplatz, räumlich getrennt vom Haupteingang des eigentlichen Bahnhofs.
Tiburtina ist architektonisch moderner und deutlich weniger chaotisch als Termini, aber die Fußwege sind lang. Von der Bushaltestelle muss man etwa zehn Minuten über einen überdachten Steg laufen, Rolltreppen nehmen und die große Brückengalerie über den Gleisen überqueren, um die Bahnsteige der U-Bahn-Linie B zu erreichen. Von dort aus sind das Kolosseum oder der Circo Massimo weniger als eine Viertelstunde entfernt. Ich ziehe es vor, hier auszusteigen, wenn ich mit dem Zug Richtung Norden fahre, da man so den Engpass der Kopfbahngleise in Termini vermeidet. Wer jedoch mit dem Bus ankommt, sollte sich darauf einstellen, mit dem Gepäck ein Stück zu laufen, bevor man das erste öffentliche Verkehrsmittel erreicht.
Taxis und Festpreise
Für Taxifahrten von den Flughäfen ins historische Zentrum gelten klare Regeln, die man vor dem Einsteigen kennen sollte. Offizielle Taxis sind ausschließlich weiß, haben ein beleuchtetes Schild auf dem Dach und die Lizenznummer ist an den Vordertüren sowie am Heck gut sichtbar.
Es gibt einen garantierten Festpreis für Fahrten von den Flughäfen zu jeder Adresse innerhalb der Aurelianischen Mauer. Man muss nicht auf das Taxameter schauen, der Preis ist gesetzlich festgelegt. Um Diskussionen am Zielort zu vermeiden, kann man die aktuellen Beträge auf dem offiziellen Tourismusportal nachlesen. Ein Detail ist wichtig: Taxis der Gemeinde Rom haben einen leicht anderen Festpreis als die der Gemeinde Fiumicino, obwohl sie am selben Flughafen operieren.
Ignorieren Sie jeden, der Sie im Terminal anspricht und leise fragt, ob Sie ein Taxi brauchen. Das sind illegale Anbieter. Gehen Sie durch die Schiebetüren nach draußen und stellen Sie sich an den offiziellen Taxiständen an. Die Schlange wirkt manchmal abschreckend, besonders im April, wenn die Besucherströme zur Frühlingszeit zunehmen, aber sie wird normalerweise zügig von den Flughafenmitarbeitern abgefertigt.
Nachtzüge für Reisende mit Zeit
Es gibt eine Art, nach Rom zu kommen, die im Zeitalter der Hochgeschwindigkeitszüge nur noch wenige in Betracht ziehen: die Intercity Notte. Sie fahren spätabends in Mailand, Turin oder den südlichen Regionen ab und reisen ruhig durch die Nacht, während man schläft. Sie kosten deutlich weniger als die schnellen Züge und sparen eine Hotelübernachtung, was die Zeitplanung optimiert.
Die Schlafwagen sind nicht luxuriös. Sie wirken etwas in die Jahre gekommen, die Räume sind eng und der Morgenkaffee schmeckt unverkennbar nach einem Automaten. Dennoch hat es etwas für sich, wenn man aufwacht, während der Zug um sieben Uhr morgens an der Landschaft des Latium vorbeifährt und die tiefstehende Sonne die grünen Felder beleuchtet. Man sollte nur auf eines achten: Nachtzüge kommen oft auf den östlichen Gleisen von Termini oder auf den seitlichen Abstellgleisen an. Das bedeutet, dass man fast einen halben Kilometer am Bahnsteig entlanglaufen muss, bevor man den Bahnhofsausgang erreicht. Steigen Sie entspannt aus, bewältigen Sie den Fußweg, lassen Sie das Gepäck in der Unterkunft und schon sind Sie bereit, nach einer echten italienischen Frühstücksbar zu suchen.
